FOTOGRAFIE IST MEINE LEIDENSCHAFT

1963 wurde ich in Neuruppin , 60 km nordwestlich von Berlin, im Herzen der Mark Brandenburg geboren. Neuruppin ist über die Grenzen hinweg bekannt, denn es ist auch die Geburtsstadt von Theodor Fontane und Karl-Friedrich Schinkel.
Von 1980 bis 1982 absolvierte ich eine Ausbildung zur Steinmetz- und Steinbildhauerin im elterlichen Betrieb. 1995 legte ich meine Meisterprüfung ab. Im Jahr 2000 übernahm ich den Betrieb meiner Eltern „Grabmale Kneifel“ in dritter Generation.
In meinem Steinmetzbetrieb habe ich täglich mit trauernden Menschen zu tun. Aber auch wenn das Sterben zum Leben dazugehört, sind es doch harte Schicksalsschläge, die mich nicht unberührt lassen. Eines Tages habe ich meine Definition vom Leben überdacht. Heute zählt Zeit für mich mehr als alles andere, denn die Zeit rennt jedem von uns davon.

Als Ausgleich zu meinem Beruf als Steinmetz- und Steinbildhauermeisterin und Inhaberin eines Handwerksbetriebes hilft mir die Fotografie und das draußen in Natur sein immer wieder viel Kraft für meine täglichen Aufgaben zu tanken.

Da sind unter anderem Sonnenaufgänge, die kühle und unverbrauchte Luft am Morgen, Balsam für meine Seele; wenn dann noch ein Foto entsteht, kann ich voller Kraft meinen Arbeitstag beginnen.
Etwa ein Jahr, nach dem ich mit dem Fotografieren angefangen habe, schaute ich mir auf verschiedenen Onlineplattformen Bilder von Fotografen an, die mich sehr inspirierten. Damals dachte ich mir oft, wie es wohl möglich ist, solche Fotos zu machen.
Mein Ansporn, auch einmal die Natur so oder ähnlich darstellen zu können, veranlasste mich, meine Kamera noch besser beherrschen zu lernen und dann auch etwas kreativer fotografieren zu können.
Mein Leben hat das Fotografieren insofern verändert, als ich für viele andere Dinge wie Sport und Kultur nicht mehr so viel Zeit habe.  Die Sichtweise auf viele Dinge wie den Naturschutz, den Klimawandel oder auch wie wir Menschen mit der Natur umgehen, hat sich geändert.
Durch die vielen teilweise sehr intensiven Begegnungen mit frei lebenden Tieren habe ich noch viel mehr Respekt und Empathie entwickelt, als ich sie ohnehin schon hatte.
Oft setze ich mich an den Rand einer Wiese oder an das Ufer eines Sees und warte einfach, bis die Tiere zu mir kommen. Oft werde ich gefragt, wie ich mich tarne; natürlich verwende ich oft Tarnung, allerdings gibt es auch immer wieder Situationen, in denen ich auf die Situationen warte, die sich ergeben.
Freuen würde ich mich, wenn meine Bilder dazu beitragen könnten, einen respektvolleren Umgang mit der Tier- und Pflanzenwelt zu erreichen und nicht achtlos mit ihr umzugehen.
Ich hatte sehr viele besondere Erlebnisse, überwiegend positive, aber auch negative. Wenn man Arten über Wochen beobachtet,  kommt es natürlich auch vor, dass Krankheiten und sogar Tod eine Rolle spielen, aber damit lernt man auch umzugehen, wenn man weiß, dass ohne Einmischung des Menschen die stärksten ihrer Art überleben.

IM MÄRZ 2016 WAR DAS ZDF ZU BESUCH 🙂